Jobmerkmale/Arbeitsumfeld

Jobmerkmale und Aspekte im Arbeitsumfeld

Bei den Merkmalen der Tätigkeit und den Aspekten des Organisationsumfeldes werden vier verschiedene Dimensionen unter die Lupe genommen:

 

  1. Quantitative Anforderungen: Arbeitsbelastung und Zeitdruck
  2. Qualitative oder klientenbezogene Anforderungen
  3. Soziale Unterstützung
  4. Faktoren, die die Selbstbestimmung von Arbeitsaufgaben beeinflussern

Verschiedene Studien haben aufgezeigt, dass hohe Arbeitsbelastung und Zeitdruck mit einem erhöhten Auftreten von Burnout einhergehen.

Je mehr Arbeit wir immer in weniger Zeit zu erledigen haben, desto höhter wird unser Stressniveau sein.

Wenn dies nur kurzzeitig andauert, werden die meisten von uns damit fertig werden. Wenn diese Konstellation jedoch von dauerhafter Art ist, so wird früher oder später jeder Einzelne unter dieser Konstellation in ein Burnout kommen. Wir geraten in eine Sysyphos-Situation, in der wir uns wie der Hamster in seinem Rad mehr und mehr erschöpfen - und nirgends ankommen. Es hört nie auf!

 

Hamster im Rad

Es hört erst auf, wenn es uns herausschleudert!

{rokbox title=|Hamster im Rad :: Es hört erst auf, wenn es uns herausschleudert!| thumb=|images/stories/burnout/videos/hamster_laufrad.png| size=|854 505| album=|demo|}http://www.youtube.com/watch?v=kdsKby2Uyic&buffer=10&autostart=true&=images/stories/burnout/videos/burnout_ww.png&fullscreen=true&width=854&height=505{/rokbox}

 

Bezüglich der qualitativen und klientenbezogenen Anforderungen wurde festgestellt, dass es bestimmte Berufe und Aufgabengebiete gibt, die offensichtlich mit einem erhöhten Risiko für Burnout einhergehen. Hierbei wurde festgestellt, dass je häufiger und länger man direkt mit Patienten oder Klienten arbeitet und je schwerwiegender die Probleme dieser Klienten oder Patienten sind, desto höher ist das Bunrout-Risiko. Auch wenn Burnout heutzutage vor allem als "Managerkrankheit" wahrgenommen wird, so ist nicht zu vergessen, dass in den Erstbeschreibungen von Freudenberger und Masslach Menschen in sozialen Berufen und Dienstleister im Gesundheitswesen als primär Betroffene beschreiben wurden.

 

Selbstverständlich spielt die soziale Unterstützung eine massgebliche Rolle.

Feedback, Aufmunterungen und konstruktive Kritik können hierbei Wunder wirken, wenn sie von Herzen kommen!

Im umgekehrten Falle kann dieser Sachverhalt geradezu als heimtückische Waffe (Mobbing) umfunktioniert werden.

Jeder Führungsverantwortliche sollte sich an dieser Stelle bewusst sein, wie wichtig ein freundliches "Guten Morgen", eine konstruktive Rückmeldung auf die erledigte Arbeit eines Mitarbeiters oder einfach die Erkundigung nach seinem Allgemeinwohl ist. Es geht um die Frage, wie wir miteinander umgehen wollen und wie wir auch in emotional nicht zu nahe stehenden Beziehungen das Gefühl von "Wahrgenommensein", "Ernstgenommensein" und Dazugehörigkeit vermitteln wollen. Alle diese Punkte sind grundsätzlich wichtig für jeden und jede von uns, um uns wohl zu fühlen.