Arbeitsbezogene Einstellung

Arbeitsbezogene Einstellung

Es erscheint relativ leicht, nachvollziehbar, dass hohe oder gar unrealistische Erwartungen an sich selbst und an die Aufgabe bei der Arbeit unweigerlich zu einem Zustand führen, den man auch als Burnout-Zustand beschreiben kann. Die Frustration, die sich daraus ergibt, dass ein IST-Zustand nicht mehr mnit dem SOLL-Zustand übereinstimmt, kennt vermutlich jeder und jede im Alltag. Je grösser die Diskrepanz zwischen diesen beiden Werten ist und je häufiger sie eintritt, umso wahrscheinlicher ist, dass wir an den von uns selbst gestellten Zielen oder den vorgegebenen Zielen scheitern werden.

 

An Zielen zu scheitern ist schlecht für unser Selbstwertgefühl und kann dazu führen, dass wir jeglichen Glauben an uns selbst und damit jede Motivation verlieren.

 

Gerade Menschen, die mit einer hohen emotionalen Beteiligung, sehr engagiert an ihre Aufgaben herangehen, haben ein erhöhtes Risiko, in einen Burnout-Prozess einzutreten. Da sehr häufig im heutigen Arbeitsumnfeld nicht das persönliche und emotionale Engagement der betroffenen Person gewürdigt wird, sondern einzig und allein das Ergebnis, der "Outcome" zählt, kann dies zu grosser Frustration und Enttäuschung führen.

 

+ Persönlichkeitsmerkmale

Zusätzlich haben sicherlich auch die Persönlichkeitsmerkmale der betroffenen Person einen Einfluss. So ergeben sich deutliche Hinweise dafür, dass Menschen mit einer eher zwanghaft-perfektionistischen Sicht der Dinge schneller auch einmal von sich selbst enttäuscht sind und somit einer höheren Frustrationsgefahr ausgesetzt sind als andere. Gleichzeitig muss aber auch festgehalten werden, dass ein ordentliches, zielorientiertes und möglichst nach "100%iger Leistung" strebendes Verhalten in unserer Gesellschaft hoch anerkannt und bereits in der Schule gezielt gefördert wird. Die Frage ist also, wie wir auf individueller Ebene mit den durchaus berechtigten Anforderungen unserer Gesellschaft vernünftig haushalten.